Eine Zeitleiste nach dem TV-Dokumentarfilm
Extrem dicke Staubschicht in Bohrkernen — auch in Peru (Huascarán) und im Himalaya gefunden
Gips- und Eisenoxidschicht zeigt: 60–70 m tiefer See fast vollständig ausgetrocknet
Zwei getrennte Inseln verschmelzen zu einer — der Nil fällt über Jahrhunderte
Nordafrika ist voller Vegetation, Flüsse und Seen. Krokodile wandern quer durch die Sahara. Die Pyramiden sind von Savanne umgeben — nicht von Wüste.
Die Pharaonen herrschen über ein fruchtbares Land. Der Nil führt viel Wasser, die Fluten sind hoch. Auf Elephantine gibt es zwei getrennte Inseln.
Über die gesamte Dauer des Alten Reiches wird es immer trockener. Der Nilpegel fällt kontinuierlich. Aus den zwei Inseln von Elephantine wird eine. Savanne wird zu Wüste.
Pepi II. regiert als letzter mächtiger Pharao der 6. Dynastie. Das Land ist bereits geschwächt durch die zunehmende Trockenheit.
Eine globale Dürre trifft die gesamte Tropenzone. Der Qarun-See trocknet fast aus (60–70 m Wasserverlust). Das Nilhochwasser bleibt mindestens 20 Jahre drastisch reduziert.
Ernten fallen aus, die Menschen verhungern. „Das ganze südliche Land stirbt vor Hunger. Die Menschen essen ihre eigenen Kinder." Der Staat verliert jede Kontrolle.
Provinzfürsten wie Anchtifi übernehmen die Macht, führen eigene Armeen und greifen Nachbarregionen an. Das Massengrab bei Luxor zeugt von den blutigen Kämpfen.
~50 Jahre nach der Dürre: Intef II. errichtet in Theben ein südliches Machtzentrum. Im Norden herrscht Herakleopolis. Ägypten ist gespalten, es tobt Krieg — allein um Assiut über 20 Jahre.
Nach der Eroberung von Assiut und Herakleopolis vereint Mentuhotep II. ganz Ägypten. Beginn des Mittleren Reiches — Ägypten erhebt sich „wie ein Phönix aus der Asche".